Auf dem Nibelungensteig

Durch den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, auf dem Nibelungensteig, wanderten die Heilbronner Naturfreunde durch das Mittelgebirge.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fuhr die Wandergruppe nach Zwingenberg an der Bergstraße. Ein malerisches Städtchen mit schönen alten Fachwerkhäusern begrüßte die Wanderer. Das Wanderzeichen des Nibelungensteiges war ab Bahnhof gut markiert, es sollte nun für die nächsten zwei Tage die Gruppe begleiten. Die Aufstiege auf die über 500 m hohen Berge entpuppten sich als sehr anstrengend. Manch Wanderer hatte diese Tour leicht unterschätzt, denn die Wanderwege führten meist steil und schnurgerade auf die Berge. Und dies auch noch bei Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen! Aber als Belohnung erwarteten die Wanderer prächtige Ausblicke in eine idyllische und traumhaft schöne Landschaft von Wäldern, Bergen und kleinen Dörfern.

Nach einer wohlverdienten Mittagsrast im Wald hatte man bald den Felsenberg erreicht. Eine schöne Abwechslung war der Abstieg durch das Felsenmeer mit seinen Steinriesen oder auch „Wollsäcke“ genannt. Die abgerundeten Felsen sind noch ein Überbleibsel von der letzten Eiszeit und sie stammen vermutlich von den skandinavischen Ländern. Nach einer kleinen Erfrischungseinkehr im Biergarten, freuten sich die Wanderer auf ihre schöne Unterkunft in Lautertal-Schannenbach.

Der zweite Tag ging so los, wie der erste aufgehört hatte – anstrengend. Aber nach einem sehr guten Frühstücksbüfett wurden die „Hindernisse“ nun schon routiniert gemeistert. Der Wanderweg  führte weiter auf dem Nibelungensteig nach Lindenfels, einem sehr schönen Fachwerkstädtchen mit einer großen Burgruine. Nach einem kleinen Besichtigungsstopp wanderten die Naturfreunde über das moderne Grasellenbach weiter nach Grasellenbach-Wahlen,   ihrem nächsten Übernachtungsort.

Am dritten Wandertag führte der Wanderweg über den Spessartskopf, Hiltersklingen, Strellbachtal und Mossautal nach Erbach. Für das hübsche alte Fachwerkstädtchen, mit Schloss und schönem Marktplatz, blieb noch genügend Zeit, alles in Ruhe zu besichtigen. Wanderleiter Günter Thiele hatte auch für diesen Kurzurlaub alles bestens organisiert und wunderschönes Wanderwetter bestellt. Mit dem Zug ging`s zurück nach Heilbronn.

Brigitte Stanke

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