Jahresausflug ins Fichtelgebirge der NaturFreunde Böckingen

Bei  herrlichem Sonnenschein trafen sich 33 NaturFreunde zum 4-tägigen  Ausflug ins Fichtelgebirge. Hans Keller, der den Ausflug organisiert hat begrüßte die Teilnehmer mit einem Gedicht von Erich Kästner und gab Informationen zum 1. Tag. Nach einer gemütlichen Fahrt über die Autobahn und die Fränkische Schweiz erreichten wir das NaturFreundeHaus Veilbronn der Ortsgruppe Führt. Im Wald auf einem Felsvorsprung gebaut bot es eine gute Gelegenheit zur Mittagspause auf der Terrasse mit einem herrlichen Blick über das Leidigshofer Tal.

Weiter ging die Fahrt nach Bischofsgrün zum Hotel „Kaiseralm“. Nachdem die Zimmer bezogen waren haben die ersten Teilnehmer  die Möglichkeit genutzt um noch einige Runden im Hallenbad zu schwimmen – schließlich war es mit 35 Grad der bis dato heißeste Tag des Jahres.

Am nächsten Morgen, nach der Abfahrt vom Hotel begrüßte uns Hans wieder mit einem Gedicht von Erich Kästner und stimmt uns auf die heutige Fahrt nach Marienbad in Westböhmen ein. Schon Wolfgang von Goethe wusste diese schöne Kurstadt mit ihren Heilquellen zu schätzen. An der Grenze nach Tschechien begrüßte uns unsere Reiseführerin die uns an diesem Tag begleitete und  uns interessantes über Land und Leute, Geschichte und Kultur  berichtete. In Marienbad angekommen, übrigens die drittgrößte Stadt Tschechiens führte sie uns durch den Kurpark mit den Wasserspielen, den singenden Fontänen die im Takt von klassischer Musik und tschechischer Folklore tanzen. Vorbei an den herrlichen Häusern mit ihren imposanten Stuckfassaden wurden wir immer wieder mit der Geschichte dieser Stadt vertraut gemacht. Nach der Mittagsrast ging die Fahrt weiter nach Cheb (Eder). Hier war gemeinsam mit Bayreuth die diesjährige Landesgartenschau geplant. Kurzfristig musste die Stadt Cheb aus diesem Projekt aussteigen, da zugesagte EU-Mittel gestrichen wurden. Wir besuchten das geplante Gelände an der Eger und konnten uns von der teilweise fertiggestellten Anlagen ein Bild machen. Trotz der Absage der Landesgartenschau haben die Bewohner von Cheb unterhalb der romantischen Burganlage einen schönen Park sowie Spiel- und Sportanlagen erhalten. Cheb ist nicht nur bekannt wegen der Oblaten und dem guten Eger Bier sondern auch von den berühmten Geigen und Gitarren die hier hergestellt werden. Unser Weg führte uns in die Innenstadt zum historischen Marktplatz mit seinen dicht aneinandergebauten Häusern, zum Teil aus Fachwerkhäusern aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Besonderes Symbol der Architektur ist ein schmales Gebäude der sogenannte “Stöckl“. Die Gebäude wurden deshalb so schmal gebaut, weil nach der Breite des Hauses die Steuer fällig war. Dafür wurde in die Tiefe und in die Höhe gebaut. Auf der Rückfahrt machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp beim Schloss Königswart, in dem im 19. Jahrhundert Fürst von Metternicht gelebt hat.

Am dritten Tag war Wandern angesagt. Zunächst ging es zur Talstation des Sessellifts zum Ochsenkopf dem Wahrzeichen der Region bei Bischofsgrün. Die Fahrt ging zur Gipfelstation auf 1011 Meter. Dort angekommen bestiegen wir den Asenturm von dem wir einen wunderschönen Fernblick über das Fichtelgebirge hatten. Dies war auch unser Ausgangspunkt zur Wanderung zum Fichtelsee und zurück zum Hotel. Durch einen herrlichen Wald führte unser Weg zunächst zur Weißmain-Quelle die einzelne nutzten um ihre Trinkflaschen wieder aufzufüllen. Große Felsen boten mitten im Wald Aussichtsplätze, die wir über Leitern besteigen konnten. Unser Weg zum Fichtelsee führte uns noch an der Rotmain-Quelle sowie an der Quelle der Fichtelnabb vorbei. Das Wetter war ideal zum Wanderen und wir konnten auf unserem Weg eine abwechslungsreiche Vegetation bestaunen. Nach einer Rast am Fichtelsee, die einige nutzen um sich mit einem Bad zu erfrischen ging es jetzt mit merklich weniger Wanderern zurück zum Hotel. Bei dem warmen Wetter nutzte doch der Großteil der Gruppe das Angebot mit dem Bus zum Hotel zurück zu fahren.

Schon naht der Abreisetag. Dieser führte uns noch in die Barockstadt Bamberg. Dort wurden wir von Helmut, einem NaturFreund aus Bamberg erwartet. Er zeigte uns, auf dem nicht üblichen Stadtrundgang die Schönheit seiner Heimatstadt. Er berichtete über Geschichte und Geschichten dieser Kulturstadt. Natürlich gehörten das Brückenrathaus, der Dom und die ehemalige Fischersiedlung an der Regnitz dazu. Viel zu kurz war die Zeit um alles bewundern zu können. Im Biergarten „Am Bootshaus“ hatte er Tische zur Mittagsrast reserviert und hier konnte noch manche Frage geklärt werden. Nach einem herzlichen Dankeschön wurde der letzte Teil der Rückfahrt angetreten.

Ein herzliches „Danke“ an Hans Keller für die Vorbereitung, Organisation und Reiseleitung und wir freuen uns schon auf den nächsten Ausflug.

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