Ostersonntag auf dem Kulturwanderweg Jagst.

Wanderleiter Michael Burkhardt führte eine Gruppe von 19 NaturFreunden am Ostersonntag bei gutem Wetter von Untergriesheim nach Möckmühl. Die Anfahrt erfolgte mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Von Untergriesheim aus führte der Weg zunächst zur Herbolzheimer Waldkapelle am Ende des Kreuzwegs, die um 1750 erbaut wurde. Am anderen Jagstufer war die Ruine der Heriboldesburg, von der lediglich der schön restaurierte Bergfried und einige Mauerreste erhalten sind, zu sehen. Nächster Haltepunkt war die „Fliegereiche“, ein Mahnmal an die Schrecken des Krieges. An dieser 170-jährigen Eiche war ein junger Flieger im zweiten Weltkrieg mit seinem schwer beschädigten Flugzeug zerschellt, nachdem er den Absturz auf das Dorf gerade noch verhindern konnte. Durch Neudenau hindurch gelangte die Wandergruppe zur romanischen Gangolfskapelle , die im Jahr 1276 erstmals erwähnt wurde. Die Kapelle ist für ihre gut erhaltenen Wandmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert bekannt und konnte besichtigt werden. Das Äußere schmücken unzählige Hufeisen, und weisen auf die seit dem 14. Jahrhundert stattfindenden Pferdewallfahrten hin. Auf abwechslungsreichen Wegen wurde schließlich, an Schloss Domeneck vorbei, Möckmühl erreicht. Hier war noch Zeit für eine Kaffeepause, bevor der Heimweg mit der Bahn angetreten wurde. Ein schöner und abwechslungsreicher Wandertag endete am Bahnhof in Heilbronn.

Michael Burkhardt

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